Sonntag, 24. September 2017

Ab nach Hause...

by on Sonntag, 24. September 2017 19:21

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#332 - Von den 1.5h Aufenthalt blieb gar nicht mehr allzuviel übrig nachdem Carsten herausgefunden hatte, dass "Umsteigen" hier u.a. bedeutet, dass man erstmal ans andere Ende der Stadt laufen muss (von Manchester Victoria nach Manchester Picadelly). Der eigentlich geplante Zug ist irgendwie ausgefallen, daher nehmen wir lieber einen früheren. Der hatte aber dann aber Verspätung. Tz tz tz... bei der SBB wäre das nicht passiert.

Anyhow: wir sind trotzdem rechtzeitig am Flughafen. Check-in ging reibungslos. Auch Bulky Baggage ist aufgegeben. Für mein Mini-Feuerzeug, dass ich vorschriftsmässig(!) vom Kocher im Rucksack in meine Hosentasche umplatziert hatte, brauche ich in Manchester eine extra Plastiktüte. So so. ...und wenn man am Ende der Warteschlange vor dem Security-Check nicht akurat in den aufgemalten Fussstampfen stehen bleibt bekommt man Anschiss. Man man man. Aber mit kaum etwas an Handgepäck überstehen wir auch diese Gängelung ohne eine Verzögerung zu verursachen ("Don't cause any delay!" wird man mehrfach ermahnt...). Noch genug Zeit in der Lounge zu Warten bis überhaupt das Gate für unseren Flug bekannt gegeben wird... 18:35 geht es los - um 21:30 (jeweils Lokalzeit - 1h Verschiebung) sollten wir in Zürich aufsetzen.

Damit verabschiede ich mich und bedanke mich bei allen treuen Lesern für knapp 200 Page Views in den letzten Tagen...! ;-)

Bis demnächst!

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Manchester

by on 16:32

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#331 - Zurück in Manchester. Zur Abwechslung mal wieder eine proper city. Wir haben knappe 2h Zeit die City zu erkunden. Nachdem die erste Kirche zu hatte sind wir im Cafe Federal hängen geblieben. Nicht die schlechteste Wahl. Guter Kaffe und leckeres Chorizo-Sandwich und dazu gute Musik. Leider zu leise für Shazam... :-)

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Barrow-on-Furness

by on 13:38

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#330 - Der Zug hat noch einige Verspätung. Ausser uns steigt noch ein weiterer Fahrgast mit ein. Der Zug besteht aus nur zwei Waggons. Schlammig und nach 6 Tagen Trek vmtl. stinkend setzen uns in den ansonsten fast leeren zweiten Waggon. Tickets bekommen wir von der Schaffnerin verkauft - in Ravenglass gibt es nicht mal einen Ticktautomaten. Eine Station später steigt wohl die Dorfjugend aller umliegenden Höfe zu. Ausgehfein gekleidet und schon fleissig am Vorglühen. Vmtl. geht es nach Preston in die Disko. Ach, richtig - es ist ja Samstag Abend. Allzu sehr können wir nicht gestunken haben. Die Mädelz in knappen Kleidchen platzieren sich genau um uns herum. Im Waggon herrscht mit einem mal High-Life. Nach 6-Tagen mehr oder weniger Wildnis mit einem mal minimal underdressed unter den Partyhungrigen zu sitzen ist irgendwie schon etwas groteskt. Aber anyhow...

Barrow-on-Furness macht auch nicht gerade einen idyllischen Eindruck. Die Stadt scheint auf dem Reissbrett angelegt und hat die besten Zeiten wohl schon hinter sich. BAe Systems ist mit einer Werft für Kriegsschiffe (u.a. wohl auch Flugzeugträger) der grösste Arbeitgeber. "Sehenswürdigkeit" ist daher die Devonshire Dock Hall - das zweit-grösste Gebäude Europas (siehe Foto). Ausserdem belegt Barrow-on-Furness Platz 27 auf der Kriminalstatistik, wie Carsten herausgefunden hat. Unser Hotelzimmer verdient allerdings eine lobende Erwähnung. Entgegen dem Englischen Standard ("zum Umdrehen zu klein, marode, überteuert") ist es im Furness-Railway-Hotel halbwegs günstig, aber trotzdem modern und geräumig. Ansonsten versprüht die Stadt aber kaum Charm...

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Ravenglass

by on 12:35

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#329 - Der Weg beginnt wieder relativ einfach. Der grösste Anstieg mit nicht ganz 300hm kommt gleich zu Beginn. Sobald wir etwas Höhe gewonnen haben können wir den Weg zum Scafell Pike sehen - hier scheint heute noch mehr los zu sein als gestern. Richtige Karawanen machen sich auf. Vmtl. weil Wochenende ist.

Das Wetter ist jedenfalls kaum besser (dicht gewölkt und windig, gelegentlich etwas Drizzle), nur der weitere Forecast ist nicht ganz so schlecht. Der Scafell Pike bleibt jedenfalls - solange wir ihn sehen können - in Wolken.

Unser Trek bleibt halbwegs menschenleer. Im Hochland begegnen uns nur 3 andere Wanderer. Aber auch nachdem wir das Hochland verlassen haben passieren wir zwar einige Farmen, treffen aber kaum Menschen.

Nachdem die Karten die ganze Zeit sehr exakt zu sein schienen, offenbaren sich nun ein paar Schwächen. Public Footpath verläuft schon mal querfeldein oder wir folgen einem gut gemachten Weg, der auf der Karte nicht existiert. Gelegentlich zeigt ein "Public Footpath"-Schild auch schon mal in eine Hecke hinein. Das es wirklich hier lang gehen soll erkennt man am angebauten Überstieg über den Zaun. Die Anwohner haben wohl keine Lust auf den Weg und daher alles mögliche an dornigem Gestrüpp dort gepflanzt. Wir schlagen uns trotzdem durch. Ätsch!

Ansonsten ist der Matsch mitunter noch ein Problem. Ob das jetzt "nur Matsch" ist oder wieviel Schaf-, Kuh- oder Pferde-Mist (oder alles zusammen) darin aufgelöst ist, möchte ich gar nicht so genau wissen. Solange man nicht tiefer einsinkt als der Wanderschuh hoch ist, gehts schon irgendwie. Auf die Hose nehmen wir nach 6 Tagen sowieso keine Rücksicht mehr.

Am Ende einer solchen Matsch-Passage begegnet uns die grösste Menschenansammlung, die wir heute zu sehen bekommen: 5 halbstarke Kids spielen neben ihrer Farm. Als da zwei komische Gestalten mit merkwürdigen Rucksäcken aus dem Matsch auftauchen, kommen schnell alle zusamnebgelaufen. Einzig ihr Schäferhund wagt es uns den Matschweg ein Stück entgegen zu laufen. Knurrend. Aber die Kids sind sehr neugierig und löchern uns schon aus der Entfernung mit Fragen, so dass ihr Hund es auch bald gut sein lässt und die letzten Meter stillschweigend eskortiert. Wo wir her kommen? Warum ich da Hausschuhe aussen an meinem Rucksack hätte? Wozu mein GPS gut wäre? ...wollen die Kids wissen. Die unglaublichste technische Erfindung ist aber mein Trinkschlauch. Die Kids können sich beim Besten willen nicht vorstellen wie man daraus trinken kann. Als ich das Mundstück etwas zusammendrücke und Wasser in einer kleinen Fontäne heraus spritzt, ist der Jubel gross. "Again! Do it again! ..." Auch meinen Einwand, dass ich ja noch Wasser zum trinken bräuchte wollen die Kids nicht gelten lassen. Jetzt wollen sie uns noch alles mögliche Zeug auf ihrer Farm zeigen, aber wir müssen weiter. Unsere Fangruppe begleitet uns noch bis zum nächsten Hof. Als wir näher kommen springen die zwei dortigen Wachhunde angriffslustig auf. Sofort rennt Josh - der Schäferhund der Kids - nach vorne und schubst die beiden Wachhunde zur Seite, so dass wir unbehelligt durchmarschieren können. Am anderen Ende des Hofes beginnt wieder eine Matsch-Passage. Die Kids erklären uns, dass sie hier nicht weiter dürften, aber wir weiter vorne über die Wiese gehen sollten - dort ist sauberer. Wir bedanken uns und ziehen weiter.

Ein paar Kilometer weiter erreichen wir eine geteerte Strasse. Schluss mit Matsch. Noch ein paar Kilometer weiter laufen wir in Ravenglass ein. Geschafft! Nach 6 Tagen Lake District haben wir unser Ziel erreicht! Zwar nicht ganz auf der Route, die ursprünglich geplant war, aber das Wetter verlangte eben nach gewissen Anpassungen. Immerhin ist das Ziel noch das gleiche geblieben. Und wir sind mehr als zwei Stunden vor der Zeit. Damit können wir noch einen Zug früher (17h) nehmen. Was ich eigentlich als idyllisches kleines Örtchen an der Küste erwartet hätte entpuppt sich leider als weniger idyllisch. Whitehaven und Atom-Anlage in Sellafield sind in Sichtweite. Auf der anderen Seite ein Sperrgebiet vom Militär. Der Blick über das Meer reicht bis zu einer Ölplattform umringt von Windanlagen. Ausserdem nix los hier. Nicht mal das Mobilfunknetz reicht für irgendwie Internetverbindung aus. Schnell weg hier...

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Planänderung

by on 12:35

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#328 - Wir müssen unseren Plan schonwieder ändern. Diesmal ist es nicht das Wetter sondern wegen dem Fahrplan der Bahn. Eigentlich wollten wir heute gemütlich nach Ravenglass an der Küste laufen, dort wieder irgendwo unterkommen und am Sonntag sollte genug Zeit sein um bis zum Abend irgendwie mit dem Zug nach Manchester zu kommen. Leider scheint Ravenglass ein noch kleineres Kaff zu sein, als wir angenommen hatten, jedenfalls fährt am Sonntag überhaupt kein Zug in Ravenglass ab. Der letzte fährt Samstag - also heute - um 19h nach Barrow-on-Furness. Von dort könnten wir ambSonntag dann quasi überall hin kommen. Also heisst es Gas geben um rechtzeitig in Ravenglass zu sein. 19km ... sollte machbar sein...

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Freitag, 22. September 2017

Kein Bier vor vier...

by on Freitag, 22. September 2017 21:11

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#327 - Nach 900hm und etwa 11km Strecke sind wir zetig zurück am Hotel. Beim Abstieg hatten wir noch überlegt den ein oder anderen niedrigeren Gipfel mit zu nehmen, aber so verlockend klein die Umwege auch gewesen wären - was soll das ganze? Die Wetterbedingungen sind sehr widrig und bei 3m Sicht kann auch kein Ausblick entschädigen. Also schnell zurück und lieber etwas ausgiebiger Duschen. Kurz vor dem Ziel werden wir noch von einer die Strasse entlang getriebenen Schafsherde aufgehalten (Highlight des Tages?). Das neue Zimmer kann mit der Superior Suite in keinster Weise mithalten. Insbesorndere fehlt Platz um Zeug zum trocknen aufzuhängen. Gerade heute, wo wir viel mehr zu trocknen hätten als gestern. Naja, hoffen wird, dass es bis morgen irgendwie trocken. 16h ist durch, also ab ins Pub...

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Scafell Pike

by on 21:11

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#326 - Die Kurzfrist-Vorhersage hält was sie verspricht: Als wir um 10:30 losziehen schaltet das Wetter gerade vom von "könnte bald aufreissen" nach "naja, vorerst mal nicht". Der Wind wird stärker. Pünktlich um 11:30 setzt der Regen ein - wir haben knapp die hälfte der Höhenmeter gemacht. Der Scafell Pike ist mit 979m der höchste Berg von England, aber trotzdem erstaunlich: trotz des erkennbar schlechten Wetters sind mit uns noch einige Andere aufgebrochen um den Scafell Pike zu erklimmen - die meisten sind schnell überholt. Da der Regen immer stärker wird, ziehen wir das Regenzeug auf. Ab hier wird es ungemütlich. Der Weg ist eigentlich einfach, aber die Steigung ist auch ohne Regenzeug schon schweisstreibend genug. Der Scafell Pike war scho beim losgehen in Wolken, aber die Nebeluntergrenze sinkt weiter. Auf dem Weg finden wir noch einige weitere Gruppen, die wir ebenfalls überholen. Auf dem Gipfel offenbart sich die ganze Misere: verglichen mit einem "Gipfel" in der Schweiz ist es hier wieder relativ eben. Der Scafell Pike besteht im wesentlich nur aus einem etwas grösseren Steinhaufen, an dem man bei den 3m Sicht, auch leicht hätte vorbeilaufen können, wäre da nicht der auf den letzten Metern exponentiell zunehmende Gegenwind. Wir müssen beim Aufstieg wohl relativ windgeschützt gewesen sein - die 80er Böen reichen hier jedenfalls nicht. 80km/h hat es hier eher im Mittelwind, wenn 80 km/h ausreichen. Dazu mal schwächerer und mal stärkerer Regen. Als wir ankommen sind wir gerade die einzigen hier oben (gut vereinzelt sind uns auch schon Leute entgegengekommen) und wir ergattern eine sehr gut windgeschützte Stelle hinter dem Steinhaufen. Wenig später füllt es sich im Minutentakt. Unter diversen Selfie-Fotografen und "Can you take a picture of us..." auch ein Kerl aus einer geführten Gruppe, der sofort sein Handy zückt und wie von der Tarantel gestochen auf und ab springt während er sich selbst beim Jubeln filmt "Look at me - I'm the highest man of whole fucking England!!!". Wohl für ein Youtube-Video oder so. Ich beginne langsam den "Menschenfeind" vom Red Tarn zu verstehen...

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Planänderung

by on 21:11

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#325 - Der erste Blick aus dem Fenster sah vielversprechend aus, aber der Wetterbericht hat sich schon wieder geändert. Wie wir mittlerweile raus haben, kann man bestenfalls am Morgen der Vorhersage für den gleichen Tag trauen. Hier heisst es nun über Mittag Regen und empfindliche Böen bis 80km/h. Auch was aktuell auf dem Radar zu sehen ist stützt die Vorhersage. Also beschliessen wir unseren Plan mal wieder über den Haufen zu werfen und noch einen weiteren Tag im Wasdale Head Inn zu bleiben. Immerhin scheint der Laden (im speziellen auch das angeschlossene Pub) ganz nett zu sein. Unsere wegen Überbuchung ergatterte Superior Suite müssen wir zwar räumen, aber egal: Wir können unsere Rucksäcke da lassen und machen uns ohne schweres Gepäck auf die 900hm zum Scafell Pike zu erklimmen...

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Wasdale Head

by on 21:11

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#324 - Der Pass entpuppt sich als Highlight des Tages. Los geht es damit, dass die Abendsonne zu ersten mal VOR uns auftaucht und unter den Wolken durch aus dem Pass vor uns herausleuchtet. Die Optik tröstet darüber hinweg, dass der Weg sich zwischenzeitlich komplett verliert. Die Schlucht, in der es nach oben gehen soll, ist aber überschaubar und so finden wir ein Tor zum weiteren Aufstieg ohne Probleme. Hinter dem Tor erwartet uns eine kurze aber knackige Kletterpassage. Mit nassen Steinen und dicken Rucksäcken ist Klettern eigentlich nicht die beste Idee, aber hier ist trotzdem irgendwie alles save und die Passage zu gehen macht irgendwie Spass. Damit gewinnen wir auch schnell an Höhenmetern. Oben sind wir schon fast auf Passhöhe, der eigentliche Pass zieht sich dann aber etwas. Es geht vorbei an einem See (Tarn) während die Abendsonne die letzten Wolken vertreibt, die noch um die Gipfel hängen. Der Tarn liegt so einladend zu Zelten, dass wir kurz überlegen unsere Reservierung (samt Anzahlung) im B&B auf der anderen Seite in den Wind zu kicken - tun wir dann aber doch nicht. Während wir absteigen wird es quasi minütlich dunkler. Der Weg ist relativ gut, aber wir legen wegen dem schwindenden Tageslicht ein ordentliches Tempo vor. Als wir im Tal ankommen wird es tatsächlich etwas schwierig den Weg zu erkennen. Noch ein kurzes Stück (unbeleuchtete) "Strasse" (entspricht eher einem Feldweg) und gegen 20:15 checken wir ein (ohne die Stirnlampen gebraucht zu haben). Jetzt schnell weiter zum Essen im angeschlossenen Pub, denn um 21h ist Last-Order für Food...

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Seathwaite

by on 21:11

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#323 - Bisher weiter kaum Höhenmeter. Wir kommen gut voran. Immer wieder sehen wir die Sonne über die Hügellandschaft ziehen. Zumeist aber irgendwo im Norden, also hinter uns. Dann bekommen wir wieder etwas Drizzle ab. In Gedanken sehen wir uns immer wieder das Regenzeug anlegen, aber wenig später ist es wieder trocken, also bleibt das Zeug im Rucksack. Nun: "trocken" meint trocken von oben. Die Wege sind sehr matschig oder gleichen schonmal einem Flussbett. Fast erstaunlich, dass die Schuhe dicht halten. Aber die Tritte müssen wohlüberlegt sein, denn der Weg ist sehr steinig und die Steine rutschig! Die letzten 18km sind wir gut voran gekommen, aber jetzt stehen wir quasi-praktisch direkt vor "dem Endgegner" des heutigen Tages: weitere 7km über einen Pass auf knapp 500m Höhe - nun wieder auf eher unwegsamen Bergwanderwegen...

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Donnerstag, 21. September 2017

Grange

by on Donnerstag, 21. September 2017 15:13

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#322 - 10h Schlaf und ein Englush Breakfast später packen wir unsere Rucksäcke wieder ein. Zelt und Schlafsäcke sind wieder relativ gut trocken geworden. MetOffice hat sich das mit dem Wetterbericht unterdessen noch mal anders überlegt (Überraschung!). Anstatt den ganzen Tag soll es jetzt nur noch den Vormittag Regnen. Auch die nächsten Tage fallen deutlich trockener aus. Als wir gegen 10:30 aufbrechen fallen nur noch vereinzelte Tropfen. Der schön angelegte Weg schlängelt sich am See entlang und verschwindet oft genug im Wald, so dass es kaum auffällt, dass die Berge um uns herum noch in Wolken hängen. Wegen dem guten Weg und den kaum wahrnehmbaren Steigungen kommen wir gut voran. Bisher nur gelegentlich etwas Drizzle gehabt. Jetzt zieht vor uns aber ein Schauer durchs Borrowdale, daher kehren wir ein zur Mittagspause in Grange.

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Mittwoch, 20. September 2017

Keswick it is!

by on Mittwoch, 20. September 2017 22:06

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#321 - Bei leckeren Sandwiches und richtig gutem Cappucchino in Glenridding haben wir (also vor allem Carsten hat - meinereiner war zu müde) einen neuen Plan geschmiedet: Zunächst mit dem Bus nach Keswick im Norden des Lake District. Soweit sind wir bereits. Zelt und Schlafsack trocknen wir gerade im Hotelzimmer. Ab morgen dann von Norden zum Scafell Pike und ins Escadale. Am Donnerstag erwartet uns den ganzen Tag lang mehr oder weniger Regen - am Abend daher noch mal ein B&B in Wesdale Head nördlich vom Scafell Pike. Übermorgen (Freitag) soll das Wetter besser werden, aber es wird wohl immer noch Schauer geben. Wir hoffen die Sicht passt halbwegs und würden uns dann über den Scafell Pike ins Escadale aufmachen. Falls wir dort noch mal nass werden sollten wäre das nicht so schlimm, denn der Samstag wird soweiso der letzte im Lake District sein. Soweit so gut, aber wollten wir den Wettervorhersagen in Zukunft nicht weniger trauen? Man darf gespannt sein. Erstamal hoffen wir, dass unser Zeug trocken wird. Gute Nacht...

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Drizzle

by on 16:42

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#320 - hmm... ok... merke: traue keiner Wettervorhersage. Ursprünglich sollte es erst heute abend zu Regnen beginnen und nur kaum nennenswert Wind haben. Dass der Wind in fiesen Böen weht, war uns gestern beim Kochen bereits aufgefallen. Der neue Topf mit Plastik-Deckel entpuppt sich als Fehlkonstruktion - den alten Metalldeckel hat es irgendwie nie vom Topf runter geweht (obwohl er kaum mehr wiegt). Da die fiesen Böen ständig die Richtung wechselten war es auch schwierig das Zelt in die "richtige" Richtung aufzubauen. Die Nacht war wenig erholsam denn immer wieder rüttelte der Wind und wach. Nach Patagonien nichts, was einem Sorgen machen würde, aber wach wird man halt doch. Am Morgen müssen wir feststellen, dass die Böen dem Zelt doch mehr zugesetzt hatten als wir so dachten. Das eine Vorzelt war komplett zusammrngebrochen und einige weitere Heringe hatte es aus der Verankerung gerissen obwohl wir sie eigentlich vergleichsweise fest in den Boden gebracht hatten. Irgendwann in den Morgenstunden muss dann wohl der Sprühregen (Drizzle) wieder eingesetzt haben und hat zunächst unsere Rucksäcke im Vorzelt nass gemacht und als nächstes das Innenzelt ... und als nächstes die Schlafsäcke. Die Schaden an den Rucksäcken entpuppen sich nach genauerer Untersuchung als nicht ganz so dramatisch - innen scheinen sie noch trocken zu sein (mal abgesehen davon, dass sowieso nochmal alles in Plastktüten verpackt ist), aber nasse Schlafsäcke und nasses Zelt und keine Aussicht auf auch nur annähernd etwas Sonne um irgendwas davon wieder trocken zu bekommen... gar nicht gut. Also beschliessen wir ins Tal nach Glenridding ab zu gehen und dort weiter zu sehen. Auf die andere Seite wäre zwar günstiger für uns gewesen, aber die moderate Kletterpassage wollten wir uns im Regen doch lieber ersparen. Jetzt sitzen wir mit Cappucchino und Sandwich im Kaffe "Let it brew" und schmieden neue Pläne...

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Red Tarn

by on 16:42

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#319 - Obwohl wir die letzten Meter quasi von Gipfel zu Gipfel gewandert sind war davon eigentlich kaum etwas zu merken. Von 830 auf 930m verlief der Weg schnurgerade eher über eine Art Hochebene. Aber weiterhin fantastische Aussicht über den ganzen Lake District. Gegen 17:30 erreichen wir den Helvellyn (950m) oberhalb des Red Tarn - unser Tagesziel. Hier tummeln sich wieder einige Tageswanderer. Von oben können wir sehen, dass am anderen des Red Tarn wohl bereits jemand sein Zelt aufgestellt hat. Hervorragend! Die Frage nach einem geeigneten Zeltplatz hat sich damit erledigt - wir werden dem einsamen Kollegen dort unten einfach Gesellschaft leisten. Unter den Tageswanderern auf dem Helvellyn ist auch eine wohl geführte Gruppe mit Helmen die sich gerade etwas selbst gefeiert hat da sie wohl gerade eine moderate Kletterpassage vom Red Tarn aus hinter sich hat. Etwa als die Gruppe weiter zieht in Richtung des Abstiegs zurück zum Red Tarn, den wir für uns auch geplant hatten, taucht ein Mann in roter Jacke und etwas grösserem Rucksack auf, der zunächst dadurch auffällt, dass er nicht (wie alle anderen) schon aus der Entfernung grüsst. Carsten beobachtet die Gruppe und stellt fest, dass sie für ein zwar steiles, aber eigentlich sehr kurzes Stück Weg erstaunlich lange braucht. Auch dem Mann in der roten Jacke fällt das offensichtlich auf. Er wirft seinen Rucksack auf den Boden und marschiert im Stechschritt zu der Stelle an der der Abstieg anfängt. Er schaut prüfend den Weg hinunter und kommt im Stechschritt zurück. Wir machen uns langsam etwas Sorgen. Der erste Teil des Abstiegs scheint in der Tat etwas ausgesetzter zu sein - ob der Weg wohl machbar ist mit unseren grossen Rucksäcken? Die moderate Kletter-Etappe auf der anderen Seite wollten wir eher nicht nehmen. Irgendwie ahne ich schon, dass das vielleicht nicht die beste Idee ist, aber als der Mann zurückkommt frage ich ihn einfach ob er nach diesem Weg gesehen hätte. "Have I been looking for the way?!? Do I look like a bloody tourist?!?" entgegnet er giftig. "Is it the first time you are here?!? Are you tourists?!?" geht seine Schimpftriarde weiter. Darauf wusste ich erstmal keine Antwort, zucke mit den Schultern und drehe mich um zu gehen.
Wir söllten uns doch nen Guide für x-tausend Pfund pro Tag nehmen, wenn wir den Weg nicht wüssten, ruft er hinterher. Ich versuche kurz zu erklären, dass ich mich nicht verlaufen hätte sondern mich nur nach der Wegbeschaffenheit erkundigen wollte, wegen unserer grossen Rucksäcke. "...of course its possible! With confidence everything is possible!" antwortet er ohne mich ausreden zu lassen. Mit dem Blick auf unsere Rucksäcke scheint ihm aber aufzufallen, dass wir irgendwie gar nicht so nach "bloody tourists" aussehen. Etwas versöhnlicher will er wissen wo wir denn her kämen. "Switzerland" ... aha, was wir denn dann im Lake District wöllten, wo wir doch viel krassere Berge zu Hause hätten. Eine Diskurs über Sinn und Unsinn des World Heritage Status und dass sie wegen dem Brexit jetzt händeringend noch mehr bloody tourists ins Land locken wollen. Nachdem irgendwann raus kommt, dass das nicht unsere erste Tour ist, sondern wir schon durch Norwegen, Island und Patagonien gewandert sind, ist das Eis gebrochen - er entschuldigt sich mehrfach, dass er so "rude" war. Der Weg sei für uns sicher kein Problem ist - diese Gruppe seien "just idiots" erklärt er, während er Kocher und Dackelgarage aus seinem Rucksack holt. Nun wird es fast schwierig wieder los zu kommen, aber die Sonne geht ja bald unter und wir müssten noch zum Red Tarn runter weil wir nicht mehr genug Wasser haben zum Kochen. Also ziehen wir los. Ein paar Meter hinter dem nächsten Eck stellen wir überrascht fest, dass doch noch jemand anderes hier auf dem Gipfel war. Ein Päärchen. Sie in rosa Turnschühchen und Jogginghose - ungefähr der inbegriff dessen, was der Kollege vorhin als "bloody tourists" beschimpft hatte. "Oh oh" denke ich bei mir, aber wir eilen zum Einstieg für den Abstieg, denn es droht langsam dunkel zu werden. Der erste Teils des Wegs erweist sich als durchaus trickreich. Gut - im Aufstieg und ohne Rucksack hätte er sicher Spass gemacht. Als wir gerade mitten im Abstieg sind hören wir lautes Geschrei. "Go away!!! I sleep here!!!" und noch einiges unverständliches. Wir amüsieren uns kurz, aber dann erfordert der Weg wieder mehr Konzentration. Als wir wieder Zeit haben unsere Blicke über dem Red Tarn schweifen zu lassen, stehen dort statt dem einen Zelt jetzt bereits 4 Zelte stehen. Bis wir ganz unten waren sind es nochmal deutlich mehr geworden. Scheinbar hat sich besagte geführte Gruppe hier niedergelassen. Sobald unser Zelt steht kommt der Kollege vom nächsten Zelt (ich hatte ihm bei unserer Ankunft kurz zu gewunken) herüber um Hallo zu sagen. Tatsächlich: er ist der Guide und "die Gruppe" sind angehende Luftfahrt-Ingenieure bei einem Teambuilding. Er entschuldigt sich schonmal im Voraus für eventuelle Lärmbelästigung, aber nach dem Dinner würden sie sich gleich in die Zelte verkriechen, weil sie am nächsten Morgen um 7:30 bereits ins Tals aufbrechen möchten. "No problem, don't worry..." versichern wir ... etwas überrascht von so viel Freundlichkeit. Bei uns wird es jetzt auch erstmal Abendessen geben. Nudeln mit Käsesosse sollte unsere Rucksäcke um mehr 500g erleichtern...

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Dollywaggon

by on 16:42

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#318 - Diese komischen Trekker-Riegel, die wir gekauft haben, schmecken zwar nicht sonderlich, geben anscheinend ordentlich Power - Tageswanderer überholen uns jetzt keine mehr, ein paar von fmdenen haben wir uns noch geschnappt. Mit unserem Einzug auf dem Fairfield, den mit 877m vorerst höchsten Gipfel klart es endgültig auf und wir haben eine sensationelle Sicht über den ganzen Lake District bis zum Meer. Von dort geht es erstmal 300hm nach unten, die wir ärgerlicherweise wieder aufsteigen müssen, nachdem wir einen See (Tarn) umrundet haben. Am Seeufer treffen wir eine kleine Gruppe - wie es aussieht warten sie dort bis es ruhiger wird, damit sie ein Zelt aufschlagen können - derweil wird schonmal gekocht... :-). Nochmal 300 schweisstreibende Meter Aufstieg sind sehr hart für unsere müden Knochen. Oben entschädigt die Aussicht ... und es gibt Trekker-Riegel...

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High Pike

by on 16:42

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#317 - Sobald wir das idyllische Ambleside hinter uns gelassen haben beginnt ein schweisstreibender Aufstieg - vorallem mit unseren schweren Rucksäcken. Etwas über 500hm liegen hinter uns. Das ist deutlich mehr als gestern, aber für heute steht noch fast doppelt soviel auf der Agenda. Immer wieder werden wir von Tageswanderern überholt. Auch die Nebelsuppe hält sich hartnäckgig. Jetzt, als wir Pause machen kommt die Sonne dann doch mal links und mal rechts hervor und die Wolken geben mitunter ein tolles Schauspiel - sofot klacken unsere Spiegel fleissig...

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Aufbruch

by on 16:42

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#316 - Der gesgrige Tag hatte und doch sehr geschlaucht. Um 21h waren wir bereits bettreif. 9h Schlaf und ein English Breakfast später sieht die Welt schon ganz anders aus. Zwar liegt Ambleside noch in der Nebelsuppe, aber um den Kirchturm spitzt etwas blauer Himmel durch. Um kurz nach 9:00 brechen wir auf...

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Montag, 18. September 2017

Ambleside

by on Montag, 18. September 2017 19:17

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#315 - Der Sprühregen hat kurz nach unserem Aufbruch aufgehört. Gelegentlich tröpfelte es etwas, aber nicht weiter schlimm. Die Temperaturen sind schon etwas frisch, aber es geht noch in T-Shirt. Die Strasse war uns viel zu stark befahren. Erstaunlich wie idyllisch der Weg wird, sobald man sich etwas von der Strasse entfernt. Gut, am Ende waren es knappe 200 Höhenmeter, die wir uns entfernt hatten, aber nach relativ steilem Anstiegen ging es mit entspanntem Gefälle ein schönes Stück bis nach Ambleside hinein. Ein schicker kleiner Ort, aber sehr touristisch. Während wir Pause machen geht der Regen wieder los und wir rechnen uns aus wieviele Höhenmeter wir jetzt noch machen müssten bis wir unser Zelt aufstellen könnten... Mit den noch sehr schweren Rucksäcken schlaucht das ziemlich und um kurz nach 19h droht bereits der Einbruch der Dunkelheit. Wie gut, dass es in Ambleside noch freie Zimmer gibt. Aber: wie blöd, dass unsere Rucksäcke heute nicht leichter werden, da wir jetzt nochmal essen gehen müssen...

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Windermere

by on 15:26

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#314 - Während wir beim Shopping in Warrington unsere Vorräte noch durch die "sengende Sonne" zurück zum Hotel getragen haben begrüsst uns in Windermere erstmal leichter Spühregen. Immerhin hat das Plätzchen hier deutlich mehr Charme als die Industriestadt Warrington. Noch schnell Wasser aufgenommen und es geht los. Ab jetzt zu Fuss. Bis Ambleside vmtl. irgendwo in der Nähe einer Strasse, aber wir versuchen uns abseits zu halten...

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Sonntag, 17. September 2017

Warrington

by on 22:35

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#309 - Sind am Tagesziel Warrington angekommen und haben unser Hotelzimmer bezogen. Die Umgebung ist nicht sonderlich vertrauenserweckend - unterwegs laufen wir an einer ausgelösten Alarmanlage vorbei und werden immer mal wieder von einer Polizei mit Blaulicht überholt. Auch das Hotel macht nicht den vornehmsten Eindruck, aber das Zimmer ist sehr sauber und ich muss sagen in England hab ich schon deutlich schlimmeres gesehen. Im Hotelrestaurant sind wir die einzigen Gäste, was dem Wohlfühlfaktor nicht gerade zuträglich ist. Die Lammhaxe, die wir uns als letzte Mahlzeit vor dem bevorstehendem Coucous-Einheitsbrei ausgesucht hatten, war aber geradezu sensationell! Das Guinness ist auch fein, aber für Morgen steht der Wecker auf 7:30... :-O ... N8!

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Manchester Airport

by on 19:54

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#307 - Gelandet. Aus der Luft haben wir gesehen wie diverse Schauer über das Land ziehen. Zwischendrin berühren aber auch immer wieder ein paar Sonnenstrahlen das Land. Kein strahlen blauer Himmel aber es könnte schlechter sein zum Wandern. Am Gate begrüsst uns dann doch erstmal ein Schauer. Hoffentlich kein Vorzeichen...

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Aufbruch

by on 14:52

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#306 - Nach einigen logistischen Meisterleistungen haben wir nun doch noch kleine Herbst-Tour auf die Beine gestellt. Carsten steckt gerade noch im Verkehr um Zürich, aber um 17:00 sollten wir am Flieger direkt nach Manchster sein. Ein vergleichsweise teurer Flug, dafür mit optimalen Timing so dass wir bereits morgen Mittag im Zielgebiet sein sollten (in Norwegen waren wir noch 2 Tage unterwegs bis zum Tour-Start). Den Lake District hatte Carsten aufgetan. Schnell ein paar Bilder ergoogelt und ich war auch überzeugt. Jetzt hoffen wir auf halbwegs trockenes Wetter. Ich bin gespannt was man von einer Herbst-Tour in England erwarten kann...

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Montag, 11. September 2017

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