Mittwoch, 20. September 2017

Drizzle

by on Mittwoch, 20. September 2017 16:42

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#320 - hmm... ok... merke: traue keiner Wettervorhersage. Ursprünglich sollte es erst heute abend zu Regnen beginnen und nur kaum nennenswert Wind haben. Dass der Wind in fiesen Böen weht, war uns gestern beim Kochen bereits aufgefallen. Der neue Topf mit Plastik-Deckel entpuppt sich als Fehlkonstruktion - den alten Metalldeckel hat es irgendwie nie vom Topf runter geweht (obwohl er kaum mehr wiegt). Da die fiesen Böen ständig die Richtung wechselten war es auch schwierig das Zelt in die "richtige" Richtung aufzubauen. Die Nacht war wenig erholsam denn immer wieder rüttelte der Wind und wach. Nach Patagonien nichts, was einem Sorgen machen würde, aber wach wird man halt doch. Am Morgen müssen wir feststellen, dass die Böen dem Zelt doch mehr zugesetzt hatten als wir so dachten. Das eine Vorzelt war komplett zusammrngebrochen und einige weitere Heringe hatte es aus der Verankerung gerissen obwohl wir sie eigentlich vergleichsweise fest in den Boden gebracht hatten. Irgendwann in den Morgenstunden muss dann wohl der Sprühregen (Drizzle) wieder eingesetzt haben und hat zunächst unsere Rucksäcke im Vorzelt nass gemacht und als nächstes das Innenzelt ... und als nächstes die Schlafsäcke. Die Schaden an den Rucksäcken entpuppen sich nach genauerer Untersuchung als nicht ganz so dramatisch - innen scheinen sie noch trocken zu sein (mal abgesehen davon, dass sowieso nochmal alles in Plastktüten verpackt ist), aber nasse Schlafsäcke und nasses Zelt und keine Aussicht auf auch nur annähernd etwas Sonne um irgendwas davon wieder trocken zu bekommen... gar nicht gut. Also beschliessen wir ins Tal nach Glenridding ab zu gehen und dort weiter zu sehen. Auf die andere Seite wäre zwar günstiger für uns gewesen, aber die moderate Kletterpassage wollten wir uns im Regen doch lieber ersparen. Jetzt sitzen wir mit Cappucchino und Sandwich im Kaffe "Let it brew" und schmieden neue Pläne...

comments. 0

Red Tarn

by on 16:42

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#319 - Obwohl wir die letzten Meter quasi von Gipfel zu Gipfel gewandert sind war davon eigentlich kaum etwas zu merken. Von 830 auf 930m verlief der Weg schnurgerade eher über eine Art Hochebene. Aber weiterhin fantastische Aussicht über den ganzen Lake District. Gegen 17:30 erreichen wir den Helvellyn (950m) oberhalb des Red Tarn - unser Tagesziel. Hier tummeln sich wieder einige Tageswanderer. Von oben können wir sehen, dass am anderen des Red Tarn wohl bereits jemand sein Zelt aufgestellt hat. Hervorragend! Die Frage nach einem geeigneten Zeltplatz hat sich damit erledigt - wir werden dem einsamen Kollegen dort unten einfach Gesellschaft leisten. Unter den Tageswanderern auf dem Helvellyn ist auch eine wohl geführte Gruppe mit Helmen die sich gerade etwas selbst gefeiert hat da sie wohl gerade eine moderate Kletterpassage vom Red Tarn aus hinter sich hat. Etwa als die Gruppe weiter zieht in Richtung des Abstiegs zurück zum Red Tarn, den wir für uns auch geplant hatten, taucht ein Mann in roter Jacke und etwas grösserem Rucksack auf, der zunächst dadurch auffällt, dass er nicht (wie alle anderen) schon aus der Entfernung grüsst. Carsten beobachtet die Gruppe und stellt fest, dass sie für ein zwar steiles, aber eigentlich sehr kurzes Stück Weg erstaunlich lange braucht. Auch dem Mann in der roten Jacke fällt das offensichtlich auf. Er wirft seinen Rucksack auf den Boden und marschiert im Stechschritt zu der Stelle an der der Abstieg anfängt. Er schaut prüfend den Weg hinunter und kommt im Stechschritt zurück. Wir machen uns langsam etwas Sorgen. Der erste Teil des Abstiegs scheint in der Tat etwas ausgesetzter zu sein - ob der Weg wohl machbar ist mit unseren grossen Rucksäcken? Die moderate Kletter-Etappe auf der anderen Seite wollten wir eher nicht nehmen. Irgendwie ahne ich schon, dass das vielleicht nicht die beste Idee ist, aber als der Mann zurückkommt frage ich ihn einfach ob er nach diesem Weg gesehen hätte. "Have I been looking for the way?!? Do I look like a bloody tourist?!?" entgegnet er giftig. "Is it the first time you are here?!? Are you tourists?!?" geht seine Schimpftriarde weiter. Darauf wusste ich erstmal keine Antwort, zucke mit den Schultern und drehe mich um zu gehen.
Wir söllten uns doch nen Guide für x-tausend Pfund pro Tag nehmen, wenn wir den Weg nicht wüssten, ruft er hinterher. Ich versuche kurz zu erklären, dass ich mich nicht verlaufen hätte sondern mich nur nach der Wegbeschaffenheit erkundigen wollte, wegen unserer grossen Rucksäcke. "...of course its possible! With confidence everything is possible!" antwortet er ohne mich ausreden zu lassen. Mit dem Blick auf unsere Rucksäcke scheint ihm aber aufzufallen, dass wir irgendwie gar nicht so nach "bloody tourists" aussehen. Etwas versöhnlicher will er wissen wo wir denn her kämen. "Switzerland" ... aha, was wir denn dann im Lake District wöllten, wo wir doch viel krassere Berge zu Hause hätten. Eine Diskurs über Sinn und Unsinn des World Heritage Status und dass sie wegen dem Brexit jetzt händeringend noch mehr bloody tourists ins Land locken wollen. Nachdem irgendwann raus kommt, dass das nicht unsere erste Tour ist, sondern wir schon durch Norwegen, Island und Patagonien gewandert sind, ist das Eis gebrochen - er entschuldigt sich mehrfach, dass er so "rude" war. Der Weg sei für uns sicher kein Problem ist - diese Gruppe seien "just idiots" erklärt er, während er Kocher und Dackelgarage aus seinem Rucksack holt. Nun wird es fast schwierig wieder los zu kommen, aber die Sonne geht ja bald unter und wir müssten noch zum Red Tarn runter weil wir nicht mehr genug Wasser haben zum Kochen. Also ziehen wir los. Ein paar Meter hinter dem nächsten Eck stellen wir überrascht fest, dass doch noch jemand anderes hier auf dem Gipfel war. Ein Päärchen. Sie in rosa Turnschühchen und Jogginghose - ungefähr der inbegriff dessen, was der Kollege vorhin als "bloody tourists" beschimpft hatte. "Oh oh" denke ich bei mir, aber wir eilen zum Einstieg für den Abstieg, denn es droht langsam dunkel zu werden. Der erste Teils des Wegs erweist sich als durchaus trickreich. Gut - im Aufstieg und ohne Rucksack hätte er sicher Spass gemacht. Als wir gerade mitten im Abstieg sind hören wir lautes Geschrei. "Go away!!! I sleep here!!!" und noch einiges unverständliches. Wir amüsieren uns kurz, aber dann erfordert der Weg wieder mehr Konzentration. Als wir wieder Zeit haben unsere Blicke über dem Red Tarn schweifen zu lassen, stehen dort statt dem einen Zelt jetzt bereits 4 Zelte stehen. Bis wir ganz unten waren sind es nochmal deutlich mehr geworden. Scheinbar hat sich besagte geführte Gruppe hier niedergelassen. Sobald unser Zelt steht kommt der Kollege vom nächsten Zelt (ich hatte ihm bei unserer Ankunft kurz zu gewunken) herüber um Hallo zu sagen. Tatsächlich: er ist der Guide und "die Gruppe" sind angehende Luftfahrt-Ingenieure bei einem Teambuilding. Er entschuldigt sich schonmal im Voraus für eventuelle Lärmbelästigung, aber nach dem Dinner würden sie sich gleich in die Zelte verkriechen, weil sie am nächsten Morgen um 7:30 bereits ins Tals aufbrechen möchten. "No problem, don't worry..." versichern wir ... etwas überrascht von so viel Freundlichkeit. Bei uns wird es jetzt auch erstmal Abendessen geben. Nudeln mit Käsesosse sollte unsere Rucksäcke um mehr 500g erleichtern...

comments. 0

Dollywaggon

by on 16:42

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#318 - Diese komischen Trekker-Riegel, die wir gekauft haben, schmecken zwar nicht sonderlich, geben anscheinend ordentlich Power - Tageswanderer überholen uns jetzt keine mehr, ein paar von fmdenen haben wir uns noch geschnappt. Mit unserem Einzug auf dem Fairfield, den mit 877m vorerst höchsten Gipfel klart es endgültig auf und wir haben eine sensationelle Sicht über den ganzen Lake District bis zum Meer. Von dort geht es erstmal 300hm nach unten, die wir ärgerlicherweise wieder aufsteigen müssen, nachdem wir einen See (Tarn) umrundet haben. Am Seeufer treffen wir eine kleine Gruppe - wie es aussieht warten sie dort bis es ruhiger wird, damit sie ein Zelt aufschlagen können - derweil wird schonmal gekocht... :-). Nochmal 300 schweisstreibende Meter Aufstieg sind sehr hart für unsere müden Knochen. Oben entschädigt die Aussicht ... und es gibt Trekker-Riegel...

comments. 0

High Pike

by on 16:42

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#317 - Sobald wir das idyllische Ambleside hinter uns gelassen haben beginnt ein schweisstreibender Aufstieg - vorallem mit unseren schweren Rucksäcken. Etwas über 500hm liegen hinter uns. Das ist deutlich mehr als gestern, aber für heute steht noch fast doppelt soviel auf der Agenda. Immer wieder werden wir von Tageswanderern überholt. Auch die Nebelsuppe hält sich hartnäckgig. Jetzt, als wir Pause machen kommt die Sonne dann doch mal links und mal rechts hervor und die Wolken geben mitunter ein tolles Schauspiel - sofot klacken unsere Spiegel fleissig...

comments. 0

Aufbruch

by on 16:42

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#316 - Der gesgrige Tag hatte und doch sehr geschlaucht. Um 21h waren wir bereits bettreif. 9h Schlaf und ein English Breakfast später sieht die Welt schon ganz anders aus. Zwar liegt Ambleside noch in der Nebelsuppe, aber um den Kirchturm spitzt etwas blauer Himmel durch. Um kurz nach 9:00 brechen wir auf...

comments. 0

Montag, 18. September 2017

Ambleside

by on Montag, 18. September 2017 19:17

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#315 - Der Sprühregen hat kurz nach unserem Aufbruch aufgehört. Gelegentlich tröpfelte es etwas, aber nicht weiter schlimm. Die Temperaturen sind schon etwas frisch, aber es geht noch in T-Shirt. Die Strasse war uns viel zu stark befahren. Erstaunlich wie idyllisch der Weg wird, sobald man sich etwas von der Strasse entfernt. Gut, am Ende waren es knappe 200 Höhenmeter, die wir uns entfernt hatten, aber nach relativ steilem Anstiegen ging es mit entspanntem Gefälle ein schönes Stück bis nach Ambleside hinein. Ein schicker kleiner Ort, aber sehr touristisch. Während wir Pause machen geht der Regen wieder los und wir rechnen uns aus wieviele Höhenmeter wir jetzt noch machen müssten bis wir unser Zelt aufstellen könnten... Mit den noch sehr schweren Rucksäcken schlaucht das ziemlich und um kurz nach 19h droht bereits der Einbruch der Dunkelheit. Wie gut, dass es in Ambleside noch freie Zimmer gibt. Aber: wie blöd, dass unsere Rucksäcke heute nicht leichter werden, da wir jetzt nochmal essen gehen müssen...

comments. 0

Windermere

by on 15:26

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#314 - Während wir beim Shopping in Warrington unsere Vorräte noch durch die "sengende Sonne" zurück zum Hotel getragen haben begrüsst uns in Windermere erstmal leichter Spühregen. Immerhin hat das Plätzchen hier deutlich mehr Charme als die Industriestadt Warrington. Noch schnell Wasser aufgenommen und es geht los. Ab jetzt zu Fuss. Bis Ambleside vmtl. irgendwo in der Nähe einer Strasse, aber wir versuchen uns abseits zu halten...

comments. 0

Sonntag, 17. September 2017

Warrington

by on 22:35

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#309 - Sind am Tagesziel Warrington angekommen und haben unser Hotelzimmer bezogen. Die Umgebung ist nicht sonderlich vertrauenserweckend - unterwegs laufen wir an einer ausgelösten Alarmanlage vorbei und werden immer mal wieder von einer Polizei mit Blaulicht überholt. Auch das Hotel macht nicht den vornehmsten Eindruck, aber das Zimmer ist sehr sauber und ich muss sagen in England hab ich schon deutlich schlimmeres gesehen. Im Hotelrestaurant sind wir die einzigen Gäste, was dem Wohlfühlfaktor nicht gerade zuträglich ist. Die Lammhaxe, die wir uns als letzte Mahlzeit vor dem bevorstehendem Coucous-Einheitsbrei ausgesucht hatten, war aber geradezu sensationell! Das Guinness ist auch fein, aber für Morgen steht der Wecker auf 7:30... :-O ... N8!

comments. 0

Manchester Airport

by on 19:54

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#307 - Gelandet. Aus der Luft haben wir gesehen wie diverse Schauer über das Land ziehen. Zwischendrin berühren aber auch immer wieder ein paar Sonnenstrahlen das Land. Kein strahlen blauer Himmel aber es könnte schlechter sein zum Wandern. Am Gate begrüsst uns dann doch erstmal ein Schauer. Hoffentlich kein Vorzeichen...

comments. 0

Aufbruch

by on 14:52

https://wo.steckt.losty.de/Lake_District_2017#306 - Nach einigen logistischen Meisterleistungen haben wir nun doch noch kleine Herbst-Tour auf die Beine gestellt. Carsten steckt gerade noch im Verkehr um Zürich, aber um 17:00 sollten wir am Flieger direkt nach Manchster sein. Ein vergleichsweise teurer Flug, dafür mit optimalen Timing so dass wir bereits morgen Mittag im Zielgebiet sein sollten (in Norwegen waren wir noch 2 Tage unterwegs bis zum Tour-Start). Den Lake District hatte Carsten aufgetan. Schnell ein paar Bilder ergoogelt und ich war auch überzeugt. Jetzt hoffen wir auf halbwegs trockenes Wetter. Ich bin gespannt was man von einer Herbst-Tour in England erwarten kann...

comments. 0

Montag, 11. September 2017

twitter.

flickr.