Sonntag, 23. August 2015

Geordneter(!) Rückzug

by on Sonntag, 23. August 2015 01:16

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#278 - Die letzte Nacht im Zelt war irgendwie etwas kürzer. K.A. Warum, aber der Wecker stand auf 10:00 und irgendwie waren wir 9:45 bereits geduscht und auf dem Weg zum "Cappuccino with Double Espresso" in die City. Danach noch das letzte Touri-programm abhandeln und am Fleamarket Hakarl https://de.m.wikipedia.org/wiki/H%C3%A1karl gegessen. @Simone: schmeckt gar nicht so ekelig wie er riecht, aber lecker ist auch was anderes. Danach: Cola. Das Kulturfest kommt langsam in Gang, aber nur langsam. Ist wohl erst abends richtig was los. Zum Mittag ins Fish & more - ein Tipp vom tschechischen Pärchen und tatsächlich genau gegenüber vom Café Babalu. Keine Sterne-küche, aber ehrlich Isländisch und weder Fastfood noch irgendwelches instant-zeug. Der Fisch ist gut gebraten und alles schmeckt! Danach zurück zum Camping Platz. Ein gebührender Ausklang für so einen Urlaub KANN nur in einem Hotpot stattfinden. Also nehmen wir das Laugardalslaug Bad direkt nebe
n dem Zeltplatz. Wie überall auf Island gibt es hier gegen 3-4 EUR Eintritt 5 Hotpots zwischen 38-44 Grad + 1x 4-8 Grad und Dampfbad. Obwohl ich sowas normal recht gut ab kann mache ich heute lieber mal langsam und bleibe nur kurz im 44-Grad-pot - die kurze Nacht hat wohl Spuren hinterlassen. Nicht so bei Tanja, die hier noch zum Profi-hotpotter wird. Die Münchner Familie, die später im gleichen flieger sitzt, scheint einen ähnlichen Zeitplan zu haben und wir treffen sie auch im Bad. Nach 2,5h Aufweichen (ich hatte mich langsam wieder daran gewöhnt) müssen wir zurück zum Zeltplatz. Vor dem Bad noch schnell einen letzten Pylsur eingeschoben, dann in einer Regenpause das (nasse) Zelt abgebaut. Hier begann unser Zeitplan, den wir gestern von Simone und Wagi angeschaut hatten, schief zu gehen. Wohl weil wir immer mal wieder schon ein bisschen vorgepackt hatten, brauchten wir anstatt 2h kaum eine halbe und hatten am Ende noch ganze 2h auf den Bus zu warten. Was tun mit soviel Zeit?!? (Er
innerung an die Vorbereitungs-zeit keimen wieder auf) Wir schleifen unser Sack & Pack in den immer überfüllten Aufenthaltsraum des Campingplatzes. Dort treffen wir das niederländische Ehepaar aus dem Kerlingarfjöll wieder. Sie bieten uns einen Platz an und bei 2 Leitøl und Nepal-geschichten vergehen die 2h fast wie im Flug. Apropos Flug: mir wird nun wieder bewusst, dass wir ja die letzte Nacht im Zelt gerade gegen eine Nacht im Flugzeug eintauschen. Juhuu... :-/

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Samstag, 22. August 2015

Kultur

by on Samstag, 22. August 2015 01:41

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#277 - Wagi und Simone haben sich mit dem Flybus verabschiedet. Wir stürzen uns ins Reykjaviker Nachtleben. Los geht's direkt am Zeltplatz mit einem mehr oder weniger spontanen kleinen Konzert der Band "DOOXS" - völlig unbekannt, aber die Musik gefällt. Überhaupt hat Reykjavik kulturell einiges zu bieten. Zwar ist die Haupt-shopping-Strasse gesäumt von Tourifallen, ein wenig abseits finden sich aber schnell schöne kleine authentische Läden. Eine gewisse Ironie, denn die Isländer sind eigentlich bekennende Fans von Ketten. Eine kürzlich eröffnete Dunkin Donuts Filiale sorgt für Schlangen bis weit auf die Straße hinaus, so dass sogar ein Security davor steht. Die "authentischen" Läden, wie z.B. das Café Babalu (wo wir heute gefrühstückt haben) haben mehr oder weniger die Backpacker für sich. Obwohl die meisten beim Thema Island und Musik nicht weiter als Björk denken ist hier einiges mehr geboten. Morgen ist in der Harpa ein kostenloses Konzert (u.a
. Mit den Dooxs) - wohl anlässlich des Kultur-fests. Wir prüfen gerade, ob wir das in unseren Zeitplan einbauen können. Ausserdem gibt es zahlreiche kleine Plattenläden, für die wir leider auch nicht wirklich Zeit haben um sie gebührend zu würdigen. Auffällig auch schon die erstaunlich geschmackvolle Musikauswahl die allein als hintergrundbeschallung in diversen Läden und Restaurants geboten wird (Shazam immer griffbereit halten! ;-)). Nachdem wir im Fischmarket leider wieder keinen Tisch bekommen konnten, sind wir ins Kjallarinn ausgewichen. Das Essen war ganz gut, kann mit dem Fischmarket aber nicht ganz mithalten. Die Cocktails hingegen sind ganz hervorragend. Also halten wir uns daran...

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Freitag, 21. August 2015

Back in Reykjavik

by on Freitag, 21. August 2015 19:07

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#276 - Tatsächlich hatten wir die Tschechen am Morgen wieder getroffen. Allerdings waren die beiden seit 6h auf den Beinen und hatten schon den ersten Berg erklommen. Während wir langsam Frühstück vorbereiten packen sie schon für einen Ausflug zum Hotpot. Danach noch Mittagessen und fertig sein zum Bus um 13:00. Wir hingegen verbringen die ganze Zeit bis zur Bussfahrt (unserer um 13:30) mit Frühstücken. Aber wir sind nicht die einzigen Faulen. Mit uns brunchen ein deutsches Studenten-Pärchen (er fotobegeistert) und ein niederländisches Wanderer-ehepaar, die meine Geschichten von Chile bis Japan mit 4-wochen-norwegen-wildnis und Anapurna-trek in Nepal kontern. Bei unserer Antwort auf die Frage woher wir genau kommen mischt sich noch ein weiteres Pärchen aus Fürth ein. Die sind mit einem selber umgebauten Jeep (mit FÜ-Kennzeichen) unterwegs. Mit dem ganzen erzählen vergeht die Zeit schnell und wir müssen eilig zusammenpacken um noch zum Bus zu komme
n. Der Rest verlief sehr planmäßig. Simones und Wagis Bus fährt ab Gullfoss mit uns um die Wette. In Laugavatn sehen wir die beiden Winken. Etwas weniger planmäßig scheinen die Busse anzuhalten. Unser Busfahrer rauscht mit leicht reduziertem Tempo in Laugavatn durch. Es scheint niemand aussteigen zu wollen - von Wagi und Simone erfahren wir, dass jedoch eine Regensburger Familie hätte zusteigen wollen. Auch an einer späteren Station rauscht unser Fahrer einfach durch ohne überhaupt zu schauen. Das mit dem frühen Feierabend ging hier aber nach hinten los, denn einige Passagiere melden sich, die hier aussteigen wollten. Das Problem: mittlerweile war der Bus auf einer Autobahnartigen Straße - umdrehen erst an der nächsten Ausfahrt, die hier recht spärlich gesäht sind. Also kommen wir mit Verspätung in Reykjavik an. Simone und Wagi haben aber ebenfalls Verspätung. Nach 2 Wochen durch-island-touren treffen wir an den einschlägigen Ort überall auf bekannte Gesichter. Am BSI ein Münchner-P
ärchen und einen Österreicher, die wir an der Hveravellier getroffen haben. Die Regensburger Familie hat es irgendwie doch noch zum Zeltplatz geschafft. Der Vater ist gebürtiger Röthenbacher und hat uns am Dialekt entlarvt. Fachsimpeln über unsere Zelte, da sie die gleichen zu haben scheinen - nur etwas andere Generation. In Reykjavik verbringen wir die meiste Zeit mit Essen. Hamburger, Kaffee & Europas bester Pylsur (Hot-dog). Ansonsten übernehmen die Mädels die Navigation - von einem Souvenier-shop zum nächsten...

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Donnerstag, 20. August 2015

Noch ein Tag Kerlingarfjöll

by on Donnerstag, 20. August 2015 01:47

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#275 - Nach einem gemeinsamen Frühstück im Freien genießen wir noch ein Weilchen die Sonne - ein selten gesehener Gast dieses Jahr auf Island. Während wir in unserem Windstopper-jacken auf der Aussenbank relaxen läuft die Warden-Frau gerade schon in Spagetti-trägern über den Platz. Gegen Mittag rauschen die Busse ein - zuerst in Richtung Norden, wenig später die Gegenrichtung. Wir stellen sicher, dass Wagi und Simone einen Platz bekommen, denn schon wieder steht eine Reisegruppe an. Aber der Busfahrer ist ein alter Bekannter - der Helldriver, bei dem man sich besser anschnallen sollte. Dann verabschieden wir die beiden. Simone und Wagi hatten sich das hiesige Thermalfeld bereits gestern angesehen, während wir auf Tour waren. Sie fahren jetzt weiter nach Laugavatn zwecks dortiger Badeanstalt und nicht zuletzt auch dem Restaurant, dass ich 2009 schonmal mit Annina, Alex & Carsten eher zufällig besucht hatte und für (sehr) tauglich befunden hatte. Mo
rgen geht es für sie via Pingvelir weiter nach Reykjavik. Dort ist um 18:45 Treffpunkt am BSI. Nach der Verabschiedung ziehen wir los Richtung Thermalfeld. Zunächst geht es den gleichen Weg zurück, der gestern noch unseren Zieleinlauf darstellte. Bergauf, aber dank sonnigem Wetter und kaum Gepäck bei bester Laune. Nach wenigen Metern: Jacken aus, Hosen ab-zippen, Sonnencreme. Bis zum Thermalfeld sind doch noch ordentlich Höhenmeter zu überwinden, aber unter diesen Bedingungen gehen die leicht von der Hand (...oder besser Fuss). Im Thermalfeld knipse ich einen ganzen Akku leer, damit Simone und Wagi sehen können, wo sie gestern im dichten Nebel entlang gelaufen sind. Als wir zurück kommen müssen wir uns schon fast etwas beeilen. Schnell noch auf die Asgard hoch, wie von Wagi empfohlen. Leider ist es mittlerweile etwas zugezogen, die phantastische Aussicht lässt sich noch erahnen, aber für schicke Bilder wohl schon zu wenig Sonne. Schnell duschen und essen. Gerade heute treffen wir ei
n nettes tschechisches Pärchen die uns sofort von ihrem Hausgemachten Slibovitz probieren lassen. kräftig, aber nicht zu scharf - echt gut. Sie starten gerade zu einer Woche Island, wir geben Ihnen noch den Tipp auf der Hveravellier in den Pool zu steigen wo sie eigentlich nur durchfahren wollen, für mehr ist kaum Zeit. Evtl. morgen beim Frühstück. Ausserdem treffen wir noch einen lustigen Jeepfahrer aus der Französischen Schweiz. Er hat sich einen normalen Jeep zu einem Super-jeep umgebaut (macht echt Eindruck, die Karre) weil er so ein Island-narr ist. "I'm a little crazy, You Know...". Nachdem er unsere Wander-(und Radel-)geschichten hört, meint er nur "Oh my god... You are totally crazy!". Leider auch nicht genügend Zeit um dem wunderschönen Sonnenuntergang ausreichend mit der Kamera zu würdigen. Kaum im Zelt angekommen nimmt der Wind schon wieder zu. Gut steht morgen Busfahren auf dem Programm...

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Wohlbehalten zurück

by on 00:00

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#274 - Puh... Das Wetter blieb leider regnerisch... Hinzu kam nun noch Sturm. Die versprochene Sonne blieb den ganzen Tag über aus. Die 25km Etappe mussten wir uns hart erkaufen. Nochmal 3 Furten waren zu meistern. Bei Sturm und Regen ist das kein Spaß - barfuß schon gar nicht. Auch Tanjas Laune erreichte Tiefpunkte. Der erste Teil der Tour war nur anfänglich markiert. Danach war es eher Glückssache die besten Wege durch die Cracks zu finden. Immerhin liefen wir auf gewisser Höhe und nach einer Weile konnte man doch ein wenig unter den Wolken durch ins Kjölur-Hochland schauen. Zwar kein Vergleich zu der Aussicht von gestern, aber ich war trotzdem beeindruckt (Tanja weniger). Der zweite Teil war markiert - allerdings nahmen die Markierungen jeden Gipfel unterwegs mit. Keine dramatischen Höhenmeter, war wohl zwecks Aussicht für gutes Wetter so angelegt. Bei Sturm war man allerdings permanent dem Wind ausgesetzt. Mitunter musste man sich schon orden
tlich in den Wind lehnen um nicht umgeweht zu werden. Trotz aller Widrigkeiten erreichten wir kurz vor 20:00 das Camp - mehr oder weniger just in time. Wagi und Simone sind gerade mit Abspülen fertig und hatten sich im Zelt verkrochen. Zur Feier des Tages gab es Bier und Kjötsuppa (Lamm-suppe zu je ca. 20 EUR!). In der wonnig-warmen Hütte glühen unsere Gesichter, in die vorher fast den ganzen Tag der Sturm kalt genetische hatte. Bald ist Schlafenszeit. Rückblickend eine sehr schöne Tour. Schöne und anstrengende Momente. Zwar hätte das Wetter besser sein können - andererseits hätte es auch schlechter sein können (...mehr Regen oder gar Schnee). Immerhin: Obwohl der "Outback" dann doch etwas besser als gedacht mit Jeep- und Reit-pisten erschlossen war, haben wir 2 Tage lag quasi keine andere Menschen Seele gesehen...

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Klakkur

by on 00:00

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#273 - Nach unserem Bierchen gestern Abend waren Simones Wanderschuhe im Regal plötzlich um 5 Jahre gealtert und noch dazu schlammig und nass. Bei genauerem Hinsehen sind sie sogar um eine halbe Größe gewachsen. Des Rätsels Lösung: Wagi konnte heute nach der Morgentoilette vor den Waschräumen eine andere Wandererin auf frischer Tat ertappen - ein zweites mal hatte sie ihre Schuhe genau neben Simones abgestellt (...oder umgegedreht). Anyway: nachdem Wagi sie zur Rede gestellt hatte, kam schnell heraus, dass sie sich auch schon etwas über "ihre" Schuhe gewundert, aber da sie sie auf dem Weg zum Zelt nicht ordentlich gebunden hatte, waren sie wohl nicht so offensichtlich zu klein. Kurzum wurden die Schuhe zurück getauscht und alles war wieder gut. An der Wetterfront begann der Tag leider nicht so erfolgreich. Beim aufstehen fanden wir uns mitten in einer Wolke wieder. Gelegentlich knisterte ein wenig Sprühregen gegen das Zelt. Von dem versprochen Son
nenschein keine Spur. Und das wo Tanja & Meinereiner doch heute zur großen Tour aufbrechen wollten. Blöd, aber wir brechen trotzdem auf. Nach einigen 100m schimmert blauer Himmel durch - wenig später die ersten Sonnenstrahlen. Sonnencreme und -Brille werden zurecht raus gekramt - es wurde noch ein richtig sonniger Tag. Wagi und Simone begleiten uns ohne Gepäck fast das erste Viertel um den Kerlingarfjöll. Die Route wählen wir schon zu Beginn recht virtuos. Querfeldein läuft sichs gar nicht so schlecht. Als wir wieder einen "Weg" erreicht haben, stellen wir fest, dass der auch nur aus Markierungen zu bestehen scheint - gelegentlich sind ein paar Fußstapfen zu erkennen. Die Wolken halten sich eindrucksvoll am Kerlingarfjöll fest - Richtung Gletscher haben wir schöne Fernsicht und können die Schatten der Wolken samt einzelner Schauer herumziehen sehen. Der nicht-existierene Weg erinnert mich an meine Querfeldein-Tour 2011. Feinstes Hochland-wandern - genau nach meinem Geschmack. Sogar
Tanja zeigt sich angetan von Islands-Hochland-Optik. Querfeldein macht ihr keine Probleme. Die von der Warden-Frau genannten Schneefelder stören kaum - ermöglichen uns sogar die ein oder andere Abkürzung oder sparen eine Furt. Da die aus 3-tage-mach-2-taktik für den Heutigen Tag 2 Etappen vorsieht, müssen wir uns ranhalten. Tanjas Laune kann nichts etwas anhaben - außer vielleicht das Schneefeld, in das sie ca. 10cm eingebrochen war, aber auch das ist schnell vergessen. Ihr fast schon Drang zum Furten macht mir Angst, da ich hier immernoch Barfuß unterwegs bin. Anyway: nach etwas mehr als 10h erreichen wir die Hütte - am Fusse eines alten kleinen Vulkan und schon aus 3km Entfernung gut zu sehen. Minuten nachdem wir drin sind facht der Wind auf und die zuletzt aufgezogen schweren Wolken Regnen sich ab. Die Hütte ist etwas spartanisch, aber immerhin gibt es Sparlicht von einer Solarzelle gespeist. Gaskocher wäre auch da, aber wozu haben wir unseren denn durch die Prärie geschleift. Et
was mühsam ist, dass es kein Wasser gibt. Also musste ich noch mal einige 100m zurück zur letzten Furt und unsere Trinksysteme auffüllen. Ärgerlich nach so einer 26km-tour. Mit dem Regen wurde es auch schnell empfindlich kalt, weswegen der Auftrag an mich erging den Bollerofen in Gang zu bekommen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten ist mir das nun auch gelungen. Höhö... @Kristina guggst du Anhang! ;-)

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Sonntag, 16. August 2015

Kerlingarfjöll

by on Sonntag, 16. August 2015 21:58

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#272 - Heute mit dem Bus von der Hveravellier zum Kerlingarfjöll. Der Busfahrer diesmal deutlich vorsichtiger unterwegs, dafür mit Verspätung. An der Kerlingarfjöll lassen wir uns nochmal von der Warden-Frau beraten. Die Wetter-prognosen sind mittlerweile nicht mehr ganz so euphorisch, aber dennoch nicht zu schlecht für die Tour (kein Tropfen Regen in ganz Island war auch irgendwie etwas unrealistisch). Die Warden-Frau schlägt vor die Tour in 2 anstatt 3 Tagen zu machen, da eine der Hütten den letzten Winter wohl nicht überlebt hat und diesen (außergewöhnlich schlechten) Sommer nicht geflickt werden konnte. Die jeweils 25km möchte Wagi seinem Knie aber nicht mehr zumuten, daher trennen wir uns hier für die nächsten 2-3 Tage auf. Tanja & Meinereiner misten unsere Rucksäcke aus und nehmen nur das nötigste mit, Zelt & Co bleiben für Notfälle aber im Rucksack. Wagi & Simone werden Tagestouren im Kerlingarfjöll unternehmen und ggf. schon mal zu dem ber
ühmten Restaurant in Laugarvatn weiterfahren. Je nachdem Treffen wir uns noch an der Kerlingarfjöll-Hütte, in Laugarvatn im Bus oder in Reykjavik am Zeltplatz. Handy-kommunikation ist mangels Akku leider nicht mehr möglich. Das Abendessen ist jetzt vorbei und der gewohnte Rhythmus würde nun den Hotpot vorsehen. In einer kleinen Expedition haben wir dem hiesigen Pool allerdings sämtliche Fähigkeiten abgesprochen. Dafür gehen wir jetzt noch ins Restaurant ein Bierchen trinken. Unglaublich: mitten im Hochland kann man mit Kreditkarte bezahlen...

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Hveravellier

by on 21:57

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#271 - Nach mehrstündiger Bussfahrt mit dem Helldriver von Reykjavik Exkursions (habe mir anlässlich einer Serie Bodenwellen den Kopf an der Decke angehauen - normal sitzend gute 30-40cm über mir) sind wir nun an der Hveravellier Hütte angekommen. Unterwegs Geysir, Gullfoss und die Kerlingarfjöll-Hütte besucht um schon mal Vorabklärungen zu unser nächsten Mehrtagestour zu tätigen. Eigentlich wollten wir zuerst die Tour machen und dann zu Hveravellier, aber das Wetter ist noch etwas durchwachsen und zumindest laut aktueller Vorhersage soll es Anfang nächster Woche deutlich besser werden. Das bestätigt auch die Warden-Frau der Kerlingarfjöll. Auf der Tour soll noch Schnee liegen, aber bei gutem Wetter ist sie gut machbar. Also hoffen das die Vorhersage recht behält und erstmal an der Hveravellier im Hot-pot chillen. Die Hveravellier-Hütte wurde offensichtlich erweitert und ist jetzt deutlich heller und der Warden (mit Rauschebart) deutlich freundlic
her. An beiden Hütten war kaum etwas los (Kerlingarfjöll kein einziges Zelt), aber der Warden berichtet von einem "very busy Summer". Wenigstens das Hochland scheint also noch nicht ganz dem Massentourismus zum Opfer gefallen zu sein, wie der Laugavegur. Das Wetter ist sehr windig, gelegentliche leichte Schauer und leider nur wenig Lücken zwischen den Wolken und daher entsprechend frisch. Wir verbringen sowieso die meiste Zeit im Hotpot. Am Samstag eine kleine Tageswanderung (20km ohne Gepäck) durch ein Lavafeld zur nahegelegenen Pjofadelir Hütte. Hier hat sich wenig verändert, ohne die strahlende Sonne leider nicht ganz so idyllisch, aber warm genug für die Mittagspause. Den Abend verbringen wir im Hotpot. Die erste Hütte, die bei den Mädels von vorne herein auf Begeisterung stößt. Und auch sonst scheinen die Mädels nach einer Woche langsam im Outdoor-Urlaub angekommen zu sein, wenn über eine Bustouristin gelästert wird, die sich auf der Toilette schminkt. Hotpot machts möglich...
;-)

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Donnerstag, 13. August 2015

Selfos

by on Donnerstag, 13. August 2015 21:51

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#270 - Puh, die Nacht war ganz schön windig, aber unsere Zelte haben ohne Verluste gehalten. Durch den Wind wurde allerdings etwas Regen in unser Vorzelt geweht und mein Rucksack teilweise nass, obwohl der Rest ganz gut getrocknet ist. Für das Wetter sind wir und die Ausrüstung noch recht gut trocken. Kurz nach dem Aufstehen gab es auch noch eine Regenpause, so dass wir in eile aber dafür trocken zusammenpacken konnten. Als der Bus sich langsam durch das breite Tal der Krossa kämpft hat sich bereits eine größere Gruppe Wartender mit Sack und Pack versammelt. Die Aufgabenteilung sieht vor, dass die Männer die Rucksäcke verladen während die Frauen schon mal Plätze im Bus besetzen. Die Reisegruppe achtet darauf dass sie ihre Nackenkissen und IPhones oben im Bus dabei haben. tz. Unverschämterweise dürfen die auch noch als erstes in den Bus, während unsereiner vorne steht. Zu unserem Glück scheinen nicht alle Guides so fix zu sein. Eine dritte Reisegru
ppe hat kein Platz mehr, was hier zu einem mittleren Eklat geführt hat - und gute 30min Verspätung. Der sehr unfreundliche Busfahrer war wenig hilfreich. Über die Fähigkeiten der tollen Guides haben wir uns schon vorher reichlich wundern dürfen. Die von Wind zusammengefaltet Zelte waren zum grossen Teil von Reisegruppen - und völlig falsch für die Windrichtung aufgebaut. Eine Guide-frau haben wir beim Zeltabbau beachtet. Hält das Zelt mit einer Hand nach oben. Eine Böe kommt und weht ihr das Zelt aus der Hand - damit hätte ja auch niemand rechnen können nach so einer stürmischen Nacht. Anyway: Leider hat Olaf & Tonyas Weigerung unsere Aufgabenteilung zu übernehmen dazu geführt, dass sie es nicht mehr an Board geschafft haben. Immerhin hat der Busfahrer einen (nicht-hochlandtauglichen) Anschluss-Bus auf halber Strecke (und mit deutlich freundlicherem Fahrer!) organisiert und wird in 2h zurück sein um den Rest einzusammeln. Olaf und Tonya wollten eh nach Reykjavik weiter - so musste d
ie Verabschiedung leider durchs Busfenster stattfinden. Tanja hat uns aus dem Bus ein Appartement in Selfos reserviert (es lebe ihr Smartphone ;-)). Hier trocknen wir die restlichen Sachen und versorgen uns für die nächste Tour. Für den Rest des Tages geht's in den Hotpot!

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Mittwoch, 12. August 2015

Pörsmark

by on Mittwoch, 12. August 2015 22:58

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#269 - So, der Laugavegur ist geschafft. Die letzte Furt, die eigentlich als Schlüssel stelle gilt, war für uns fast schon langweilig. Wegen dem kalten Sommer ist kaum Schnee geschmolzen und der Fluss hat kaum Wasser. Lustigerweise begegnen uns gerade hier wieder die zwei französischen Mädels, die barfuß gefurtet hatten. Nachdem ich nun heroisch ebenfalls barfuß gefurtet hatte, zogen sie dann doch noch Sandalen hervor... tz... Anyway: mit einsetzendem Regen erreichen wir den Zeltplatz. Wegen dem Wetter lösen sich hier diverse Wandergruppen auf, die wie wir eigentlich noch über Pass und Gletscher bis Skogar weitergehen wollten. Und auch uns wird geraten: "You can go, but it will be no joy". Also haben wir für morgen den Bus nach Selfos reserviert. Tonya & Olaf fahren bis Reykjavik weiter. Abfahrt 7:30... puh, aber nach den 5:00 heute morgen haben wir ja jetzt Übung. Nachdem wir heute so früh los sind, waren wir schon gegen Mittag am Ziel. So wusst
en wir nicht richtig was wir mit dem Nachmittag anfangen sollten. Draußen ist blöd wegen Regen und zusehends mehr Sturmböen. Einen naheliegenden Hotpot hatten Tonya & Olaf erkundet - leider kaputt. Daher haben wir die meiste Zeit im Gemeinschaftsraum verbracht. Bei Chips und Bier zu je 1000 ISK (ca. 6.50 EUR) je Dose. Immerhin Tuborg und nicht die Gull-plörre. Hier am Zeltplatz hat es schon so einige Zelte plattgeweht. Ich bin froh mich für eine Idyllische kleine Vertiefung entschieden zu haben (Bild im Anhang zeigt unsere beiden Zelte). Olaf hat noch was im Wald ergattert. Ansonsten ist alles quasi direkt im Wind. Haben nun zu viert in meinem Zelt gekocht und mittlerweile auch schon in die Schlafsäcke verkrochen. Morgen müssen wir ja früh raus. Die Böen lassen langsam etwas nach - Regen hält an. Hoffen auf ein festes Dach über Kopf in Selfos...

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Emstrur

by on 15:27

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#267 - Brr... die letzte nach war schon wieder kalt... Zwar nur +3 Grad laut GPS, aber am Ende brauchten wir fast die gleiche Konfiguration wie am Pass samt Daunenjacken. Anyway... die Wolken verzogen sich langsam und zum zweiten Teil des Frühstücks liess es sich schon fast wieder draußen aushalten. Später wurde es gar noch richtig sonnig, so dass wir Sonnenbrille und die Creme aus den Tiefen unserer Rucksäcke gekramt haben. Die Strecke verlief anfangs noch etwas hügelig, später durch eine Art Mini-Hochland, dass in der sengenden Sonne fast schon etwas wüstehaft rüber kam. Der kalte Wind sorgte allerdings dafür, dass es dann doch nicht übermäßig authentisch ausfiel. Dank Sonne leuchteten die umliegenden Berge eindrucksvoll. Phantastische Panoramen machten selbst die Steinwüste abwechslungsreich. Ein wenig keimte die Hoffnung, dass es in den nächsten Tagen mehr Sonne geben könnte, doch die Warden-Frau an der nächsten Hütte bestätigt ungefragt, was
wir schon an Gerüchten quasi im "Trek-funk" gehört hatten: für morgen ist ein Sturm angekündigt. Wir sollten zusehen, dass wir bis Mittag an der nächsten Hütte sind - ab 12h wirds so richtig ungemütlich bis etwa Donnerstag morgen. Also früher Zapfenstreich und Wecker auf 5h gestellt. Wenigstens nach frieren fühlt sich die Nacht nicht an - bisher...

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Alftavatn

by on 15:27

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#266 - Brr... die letzte Nacht war kalt. Auf 1040m haben wir -1 Grad in unserem Vorzelt gemessen. Respekt an alle, die zum Pinkeln raus mussten. Auch das Abbauen des Zelts war auch noch recht ungemütlich. Und das obwohl wir erst gegen Mittag losgekommen sind. Die ersten haben ihr Zelt schon wieder aufgebaut - da wäre ich ja lieber noch weiter gegangen. Die Tour ging im wesentlichen bergab. Dabei noch das ein oder andere Thermalfeld passiert (was mich jedesmal Gigabyte -Weise Platz auf der Foto-Speicherkarte gekostet hat). Nach dem Abstieg ins Tal war zunächst mal der erste Fluss zu furten. War weiter kein Problem, aber dass die zwei Mädlz aus der Wandergruppe nach uns gar barfuß gefurtet haben, hat mich doch etwas beeindruckt. Aber nachdem ich feststellen musste, dass ich meine Crocs wohl im Hostel liegengelassen habe, werde ich in den nächsten Tagen wohl noch reichlich Gelegenheit haben ihnen gleich zu tun (sonst leihe ich mir die von Wagi ;-)).
Beim Wanderschuhe wieder anlegen tauchen Olaf & Tonya auf. Nun ist die Gruppe komplett. Die letzten Meter zur Hütte laufen eben und entspannt. Der Zeltplatz liegt unweit von einem See und bietet genug Platz um uns vor der Amerikanischen Reisegruppe an einen kleinen Bach zu flüchten. Zwar liegt el r deutlich tiefer und weniger zugig, das heisst aber noch nicht, dass es deswegen tropische Temperaturen hat. Ca. 5 Grad Ladentisch gerade zum entspannten rumsitzen ein und so verziehen wir uns recht schnell in die Schlafsäcke und mummeln uns ein...

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Dienstag, 11. August 2015

Hraftinusker

by on Dienstag, 11. August 2015 13:53

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#265 - So, die ersten 800hm liegen hinter uns. Der Laugavegur ist recht schön. Hinter jeder zweiten Ecke pfeift und Dampft irgendwas. Zumindest auf der ersten Etappe, wie Wagi schonmal vorwarnt. Leider müssen wir uns die die meisten Sehenswürdigkeiten mit einem Heer an Tageswanderen und Zwei Amerikanischen Reisegruppen Teilen. Die Tageswanderer verschwanden irgendwann, aber die Reisegruppen belagern hier die Hütte mit samt Koch und Waschgelegenheiten (respektive sie "lassen kochen"). Der Zeltplatz liegt knapp über 1000m - hier ist es schnell empfindlich kalt geworden. immhin müssen wir nicht auf dem Schnee zelten, sondern knapp daneben. Haben die Heringe kaum in den vereisten Boden bekommen. Das Wetter spielt ansonsten nur so halbWegs mit. Immer wieder auch sonnige Abschnitte, aber die ein oder anderen kurzen Sprühregen haben wir auch abbekommen. Zusammen mit dem Wind ergibt sich ordentlicher Windchill. Immerhin hat sich noch ein Rätsel gelöst. Ba
ld nachdem wir losgegangen waren, sind wir Tonya und Olaf in die Arme gelaufen. Meine letzte SMS, dass wir doch bei Plan A bleiben, scheint nicht angekommen zu sein, also haben sie die Umgebung erkundet. Also schlafen sie noch eine Nacht an der Landmanalaugar Hütte. Morgen wollen wir uns aber an der nächsten Hütte treffen...

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Sonntag, 9. August 2015

Landmanalaugar

by on Sonntag, 9. August 2015 15:31

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#264 - uiuiui... ganz schön voll hier. immerhin ist das Wetter etwas besser als gestern. Weniger tiefe, mehr mittlere und hohe Wolken. Ab und zu schaut sogar der blaue Himmel durch. Leiner keine Spur von Tonya und Olaf, obwohl wir uns erst gestern noch hier verabredet haben. Wir schauen, dass wir los kommen - die holen uns eh im nu ein...

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Samstag, 8. August 2015

Reykjavik

by on Samstag, 8. August 2015 19:26

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#263 - Svens Vorhersage war richtig: bewölkt und seit Mittag leichter Regen. Wenn man bedenkt, dass wir gestern noch bei 38 Grad unterwegs waren... Anyway: in Reykjavik ist Gay Pride Parade und auch sonst hat sich nicht viel verändert (ich glaube 2011 waren wir das gleiche Wochenende hier). 66-north ist immernoch zu teuer. Allerdings gibt es jetzt sehr viel mehr Cafés. Während wir früher immer nach einem anständigen Kaffee suchen mussten, gibt es jetzt Siebträger an jeder Ecke. Genießen gerade unsere Hummersuppe. Dann noch Gas und die letzte Verpflegung für die Tour aufnehmen, dann gehen wir Baden an den Strand...

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Keflavik

by on 02:58

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#262 - Nachdem wir Simone und Wagi in Berlin eingesammelt haben, sind wir mittlerweile wohlbehalten gelandet. Man merkt gleich, dass hier ein anderer Wind weht: mit ganzen 8 Grad wurden wir empfangen. Sobald das Gepäck da war wurden Jacken konfiguriert. Notiz an mich: der Arrival-Duty-Free in Rekjavik ist günstiger als der Abflugs-Duty-Free in Berlin - wer hätte das gedacht... und: der Flybus hat jetzt Wlan - sauber!

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Freitag, 7. August 2015
Donnerstag, 6. August 2015

T - 21h...

by on Donnerstag, 6. August 2015 23:29

http://wo.steckt.losty.de/island_2015#257 - Das angehängte Bild täuscht etwas - die Vorbereitungen liefen diesmal extrem koordiniert ab. Die letzte Woche ist für mich normal immer die in der (?panikartig?) alles zusammengeworfen wird. Diesmal lag bereits Ende letzter Woche alles parat - oder war zumindest auf einer Checkliste erfasst. Sogar der Kühlschrank wurde beim heutigen Abendessen mit der letzten Scheibe Brot um die letzte verderbliche Zutat erleichtert. Die Wanderutensilien sind bereits alle sauber verpackt und so auf die Rucksäcke verteilt, das beide unter dem Air-Berlin-Limit von 23kg bleiben. Morgen um 20:40 geht unser Flieger nach Reykjavik. Für Wagi und mich mittlerweile das dritte mal - Tanja und Simone sind schwer gespannt was sie erwartet. Vor uns liegt zunächst mal der Laugavegur - der wohl bekannteste Wanderweg auf Island. Gleichzeitig leider auch der meistbegangene. Mir schwant Schreckliches, aber ich lasse ich mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen?

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Dienstag, 31. März 2015
Mittwoch, 7. Januar 2015

St. Agnan en Vercors

by on Mittwoch, 7. Januar 2015 15:10

http://wo.steckt.losty.de/vercors_2015#254 - Geschafft!!! Wir warten gerade in St. Agnan en Vercors auf das Taxi, das uns zum Auto am Col de Rousset bringen soll. Der Tag begann mit glirrenden -9 Grad vor der Hütte, ca. 1 Grad darin. Wir sind recht früh (d.h. vor 11 Uhr) losgekommen und haben dann einen sportiven Marsch eingelegt bis wir nach 3h 1km vor unserem Zielort, leider aber auch 400 Höhenmeter darüber waren. Der Abstieg über Geröllhalden und durch den steilen Bergwald war mit den Schneeschuhen eher anspruchsvoll. Nun trennen uns nur noch 10km Taxi und 7h Autobahnfahrt von einer heissen Dusche u einem warmen Bett.

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Jasse du Play

by on 14:30

http://wo.steckt.losty.de/vercors_2015#253 - Die letzte Nacht war leider etwas ruhelos. Eine Maus hatte unsere Lebensmittel entdeckt und raschelte fleißig. Nach den Geschichten über die Tiervielfalt in dieser Region (hier soll es sogar Wölfe geben), dachten wir zunächst das irgendwas unsere Schneeschuhe vor der Hütte offensichtlich interessant finden würde. Im Schein der Stirnlampe entdeckte Kristina irgendwann die flüchtende Maus. Also eilig alle Lebensmittel in Sicherheit gebracht. Ein Rest schweizer Schoggi hatte es der Maus besonders angetan, ansonsten konnten wir alles retten. Carsten hatte die ganze Action verschlafen. Einstimmig haben wir beschlossen, dass wir ein Jeti verscheucht hatten. Unterwegs wurde uns die Tiervielfalt dann noch mal eindrucksvoll vor Augen geführt. Wenige Meter nach unserer Hütte in einem steileren Abstieg lag ein gerissener Steinbock. Wohl von einem Wolf erlegt. Deutliche Spuren einer Verfolgung mit dramatischem Kampf. Immer wieder Blutflecken. Obwohl d
er Steinbock wohl in der Nacht erledigt wurde, war von den Innereien nichts mehr übrig, die Aasvögel hatten schon zugeschlagen. Wolfspuren waren die ganze Strecke zusehen. Die Etappe verlief malerisch durch menschenleere Kiefernwälder, immer wieder berghoch und -ab. Nach langen 9 km erreichten wir spätnachmittags die Hütte Jasse du Play, die erfreulicherweise mit einem Ofen ausgerüstet ist. Als wir mehr oder weniger aussichtslos nach trockenen Holz suchten, trafen 3 Franzosen ein, die nicht nur 2 Sägen dabei hatten, sondern auch die Vollprofis beim Feuermachen sind.

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Cabane de Aiguillette

by on 14:30

http://wo.steckt.losty.de/vercors_2015#252 - Brrrr... heute Morgen hatten wir -8° draussen und immerhin nur -2° in unserer Hütte gemessen. Erneute Versuche den Ofen in Gang zu bringen. Erneut vergeblich. Die Hütte liegt in einem schattigen Kessel. Kurz vor Abmarsch schafft es die Sonne über die Gipfel. Binnen Minuten fällt uns auf, dass wir komplett falsch gekleidet waren. Das Thermometer kletterte in nu sogar über 10°C (OK - nicht ganz WMO-konform gemessen). So wandern wir bei strahlendem Sonnenschein los. Entgegen der ursprünglichen Planung wollen wir nach Norden - zunächst ein Stück zurück. Stellen fest dass da wohl doch eine nahezu Luftlinie Möglichkeit für den Abstieg gestern gewesen wäre. Was man bei guter Sicht so alles entdeckt. Mit moderater Steigung führt uns die heutige Etappe auf immerhin 1935m. Den richtigen dresscode zu finden blieb zwischen Sonne, Schatten und immer wieder kleinen aber saftigen Steigungen schwierig. Dafür wurden wir immer wieder mit herrlicher Aussic
ht belohnt. Die heutige Hütte ist nur sehr klein. Wie hier 8 Leute reinpassen sollen ist uns ein Rätsel, aber da wir (wie letzte Nacht) alleine sind ist das kein Problem. Leider kein Ofen hier, aber das kennen wir jetzt ja schon...

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Cabine de Pre Peyret

by on 14:29

http://wo.steckt.losty.de/vercors_2015#250 - Hmm... das Wetter konnte bisher noch nicht ganz überzeugen. Gestartet waren wir bei wohligen 8°. Dem spärlichen Schnee konnten wir quasi praktisch beim Schmelzen zuschauen. Wir hatten es gerade noch zum ersten Aussichtspunkt geschafft. Die Aussicht war traumhaft. Immerhin haben wir die Front aus Westen aufziehen sehen. wenig später mussten wir Gore-Tex konfigurieren. Leider wurde es nur wenig kälter und anstatt dem erhofften Schnee brachte die Front nur nervigen Nieselregen und kaum noch Sicht. Die letzten Kilometer waren bei diesem Mistwetter nicht einfach und so waren wir doch froh als endlich die Cabin de Pre Peyret gefunden war. Diese war auch schon vorgeheizt, weil Quentin aus Vevey kurz vor uns angekommen war. So konnten wir gleich anfangen, unsere triefend nassen Sachen zu trocknen. Quentin weiss, wie man Outdoor geht und hatte jede Menge frische Lebensmittel dabei, die er großzügig mit uns teilte. So schließt ein fantastisches Abe
ndessen einen durchwachsenen Tag ab.

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Cabane de Chaumailloux

by on 14:29

http://wo.steckt.losty.de/vercors_2015#251 - Heute im Schnee regen gestartet. Gerade als wir den ersten Gipfel erreicht hatten zog es auf und neben Wolkenschauspiel gab es auch etwas Aussicht und erste Sonnenstrahlen. Leider konnten wir nicht den geplanten Weg (Luftlinie) zur nächsten Hütte absteigen. Bis zum Fluss des Bergs beleuchtete die Abendsonne den blau-roten Himmel. An der Cabane de Chaumailloux lernen wir dann die Schattenseiten der guten Wetters kennen: es wird verdammt schattig! Draussen pfeift der Wind bei -3°C. Den Ofen hier haben wir leider nicht an bekommen, weil das Holz noch klamm war. Deswegen ab in den Schlafsack!!!

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Montag, 5. Januar 2015

Cabine de Pre Peyret

by on Montag, 5. Januar 2015 12:21

http://wo.steckt.losty.de/vercors_2015#249 - Hmm... das Wetter konnte bisher noch nicht ganz überzeugen. Gestartet waren wir bei wohligen 8°. Dem spärlichen Schnee konnten wir quasi praktisch beim Schmelzen zuschauen. Wir hatten es gerade noch zum ersten Aussichtspunkt geschafft. Die Aussicht war traumhaft. Immerhin haben wir die Front aus Westen aufziehen sehen. wenig später mussten wir Gore-Tex konfigurieren. Leider wurde es nur wenig kälter und anstatt dem erhofften Schnee brachte die Front nur nervigen Nieselregen und kaum noch Sicht. Die letzten Kilometer waren bei diesem Mistwetter nicht einfach und so waren wir doch froh als endlich die Cabin de Pre Peyret gefunden war. Diese war auch schon vorgeheizt, weil Quentin aus Vevey kurz vor uns angekommen war. So konnten wir gleich anfangen, unsere triefend nassen Sachen zu trocknen. Quentin weiss, wie man Outdoor geht und hatte jede Menge frische Lebensmittel dabei, die er großzügig mit uns teilte. So schließt ein fantastisches Abe
ndessen einen durchwachsenen Tag ab.

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Samstag, 3. Januar 2015

Schnee?

by on 00:17

http://wo.steckt.losty.de/vercors_2015#247 - Nach 7h Fahrt sind wir nun endlich am Einsatzort angekommen. Leider wurde der Schnee unterwegs eher weniger als mehr. Einzige Ausnahme war der Pass Col de Menee auf 1500m - hier scheint nur mit Schneefräsen geräumt zu werden. Auf der engen und sehr kurvigen Strecke (schneebedeckt) war ich um den Allrad dann doch sehr froh. In "Die" angekommen ist die weisse Pracht allerdings wieder eher rar. Auch die Schneeprognose der Meteofrance fällt gerade wieder deutlich verhaltener aus als bisher. Als wir den Vermieter unserer im übrigen sehr netten Hütte auf die Schneelage ansprechen, fragt der uns erstmal, ob wir in der Schweiz keinen Schnee hätten... wir haben beschlossen uns das morgen erst noch mal aus der Nähe anzuschauen...

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Freitag, 2. Januar 2015

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